Der große Crash - Margin Call
Drama
Empfohlene Jahrgangsstufen:
ab 9. Klasse | ab 14 Jahre
FSK: ab 6 Jahre
Empfohlene Fächer: Sozialkunde, Politik, Wirtschaft, Religion, Ethik, Philosophie
Themen für das Wissenschaftsjahr: Gesellschaft und Ökonomie, Nachhaltigkeitsökonomik
Weitere Themen: Individuum und Gesellschaft, Macht, Ethik und Moral, Globalisierung
FSK: ab 6 Jahre
Empfohlene Fächer: Sozialkunde, Politik, Wirtschaft, Religion, Ethik, Philosophie
Themen für das Wissenschaftsjahr: Gesellschaft und Ökonomie, Nachhaltigkeitsökonomik
Weitere Themen: Individuum und Gesellschaft, Macht, Ethik und Moral, Globalisierung
Laufzeit: 109 Minuten
Inhalt Eine große Investmentbank an der Wall Street im Jahr 2008: Senior Risk-Manager Eric Dale wird entlassen. Bevor er geht, übrgibt er seinem Kollegen Peter Sullivan einen USB-Stick. Der schaut sich die Daten an und ist geschockt: Sie prognostizieren den Ruin der Bank. Auf dem umgehend einberufenen Treffen wird das sofortige Abstoßen der wertlosen Papiere beschlossen. So scheint der Einzelne gerettet, im Gesamten aber hat es fatale Auswirkungen auf das Finanzsystem. Die weltweite Wirtschaftskrise nimmt ihren Anfang.
Der Film erzählt von einer dramatischen Entwicklung, die bis heute nicht an Brisanz verloren hat. Er zeigt, dass die Gier nach Mehr moralische Fragen unterdrückt und das Prinzip des kurzfristigen und eigennützigen Gewinnstrebens der Nachhaltigkeit wiederspricht. Nachhaltiges Wirtschaften beschränkt sich nicht auf Umweltfragen, sondern umfasst genauso die Mechanismen und Verantwortlichen des Finazwesens und der Volkswirtschaften.
Umsetzung
Beruhend auf wahren Begebenheiten zeigt der Film den Beginn der weltweiten Finanzkrise. Er konzentriert sich dabei auf eine Handvoll Akteure und auf eine einzige Nacht, der Handlungsort begrenzt sich in der Art eines Kammerspiels auf die Büroräume der Firma. Diese Inszenierung verdichtet die düstere, beklemmende Stimmung und steigert die Spannung, mit der die nahende Katastrophe erwartet wird. Obwohl es sich um fachliche Vorgänge der Finanzwelt und komplizierte Prozesse handelt, die für Außenstehende oft schwer zu verstehen sind, gelingt dem Film eine verständliche Vermittlung der Inhalte und auch der besonderen Atmosphäre dieses Milieus. Dessen Künstlichkeit schlägt sich in einer Kühle der Bildsprache und Farbwahl, dem Spiel von Licht und Schatten und der Kargheit des Setdesigns nieder. Panoramaansichten von New York City bilden eine ständige Hintergrundkulisse, ohne dass die Figuren jedoch je mit der Lebendigkeit der Stadt in Kontakt kämen. Umso mehr betonen diese Bilder ihre Isolation und Realitätsferne.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Vordergründig handelt der Film vom Beginn der weltweiten Finanzkrise, im Kern erzählt er von dem Innenleben der Figuren und allgemein gültigen menschlichen Mechanismen: Es geht um Macht, Gier, Einsamkeit, den Wunsch nach Anerkennung, um Angst, Feigheit, Egozentrik, um Mut und Verantwortungsbewusstsein, um Kurzsichtigkeit und um nachhaltiges Denken. Im Sozialkunde-, Politik- oder Wirtschaftsunterricht kann der Film zum Anlass werden, sich mit der Finanzkrise als einschneidendem globalen Ereignis der jüngeren Vergangenheit auseinanderzusetzen, deren Ursprünge und Chronologie zu verstehen und mit den aktuellsten wirtschaftlichen Auswirkungen auch in Europa in Zusammenhang zu bringen. Im Religions-, Ethik- oder Philosophieunterricht kann der Film dazu dienen, über die Verantwortung zu diskutieren, die ein erwachsener mündiger Mensch gegenüber der Gesellschaft in der Gegenwart und in die Zukunft gerichtet trägt.
Regie: J.C. Chandor
Land, Jahr: USA, 2011







