Nürnberg
Mittwoch | 29. Februar 2012 | 09:00 - 17:00 Uhr | Nürnberg
Film und Musik
Wie Filmmusik und Geräusche unsere Wahrnehmung beeinflussen
Eine Veranstaltung von VISION KINO in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Zielgruppe:
Lehrkräfte der Primarstufe, Sek I + Sek II
Fächer: fächerübergreifend, insbes. Musik, Deutsch, Fremdsprachen, Kunst
Fächer: fächerübergreifend, insbes. Musik, Deutsch, Fremdsprachen, Kunst
Beschreibung
Meistens fällt uns die Musik in Filmen überhaupt nicht auf. Dabei kommt gerade der musikalischen Untermalung im Kino eine große Bedeutung zu. Sie trägt dazu bei, dass wir uns bei einer Szene erschrecken, angespannt im Sessel sitzen, etwas komisch finden oder berührt sind. Oder sie gibt uns Hinweise auf den Ort und die Zeit, in der wir uns im Film befinden und hilft uns so bei der Orientierung.
Anhand zahlreicher Filmbeispiele aus dem Programm der SchulKinoWoche und darüber hinaus werden wir uns in dieser medienpädagogischen Fortbildung mit dem vielfältigen Einsatz von Musik in Filmen beschäftigen und nicht nur genauer hinsehen, sondern auch genauer hinhören. Methodische Tipps geben Anregungen für die praktische Filmarbeit im Schulunterricht (insbesondere Deutsch, Fremdsprachen, Musik und Kunst).
Die Fortbildung eignet sich sowohl als Einstieg in die Filmarbeit in der Schule als auch für Lehrerinnen und Lehrer, die bereits mit Filmanalyse vertraut sind.
Ablauf (geplant)
09.00 – 09.45
Begrüßung
Grundlagen der Filmbildung
Einführung in das Thema Filmmusik
09.45 – 12.15
Musik aus „technischer“ Sicht: Woher kommt die Musik?
Filmmusik hat keinen Selbstzweck. Sie hat eine bestimmte Aufgabe und wird deshalb auch als funktionale Musik bezeichnet. Zunächst werden grundlegende Merkmale des Einsatzes von Filmmusik betrachtet. Dazu zählt Musik, die in der Geschichte verankert ist oder aus einem außerfilmischen Raum kommt, sowie die Verwendung bestehender und originärer Musikstücke.
Musik begleitet die Bilder und lenkt die Wahrnehmung oder die Stimmungen: Wie manipuliert die Musik?
Filmmusik lenkt nicht nur die Wahrnehmung auf bestimmte Bildinhalte oder Geschehnisse, sondern kann diese auch emotional „einfärben“. Die Beispiele zeigen verschiedene Strategien des Zusammenspiels von Bildern und Musik und wie diese die Sichtweise und die emotionale Haltung der Zuschauenden verändern.
Musik und Dramaturgie: Wie begleitet die Musik die Entwicklung der Filmhandlung?
Filmmusik kann auch die Entwicklung der Handlung und Figuren begleiten und kommentieren. Sie eröffnet damit auch Bedeutungsebenen, die über das Bild und die Dialoge hinausgehen.
12.15 – 13.00
Mittagspause
13.00 – 16.00
Musik als inhaltliches und formales Gestaltungsmittel: Wann wird Musik eingesetzt?
Filmmusik untermalt nicht nur, sondern strukturiert auch. Sie kann Szenen zu Sequenzen verbinden oder unterschiedliche Realitätsebenen deutlich machen. Zugleich „rahmt“ sie den Film im Vor- und Abspann oder dient bereits in Trailern als musikalischer „cue“.
Filmmusik, Raum und Zeit: Welche Informationen vermittelt die Musik?
Es muss nicht immer alles in Worte gefasst werden. Auch Informationen über Handlungszeit und den Schauplatz der Geschichte können über Musik (und musikalische Klischees) vermittelt werden.
Genres: Welche Musik passt zu welchem Film?
Die Auswahl der Musik wird auch durch das Filmgenre bestimmt. Die Beispiele zeigen Besonderheiten auf – und welche Wirkungen Abweichungen von diesen Genreklischees haben.
16.00 – 16.30
Zusammenfassung der Filmanalyse
Wie wirken die verschiedenen Aspekte zusammen?
16.30 - 17.00
Abschlussrunde
Methodische Tipps nehmen keinen gesonderten Programmpunkt ein, sondern fließen in die Vorstellung der Filme und Themen ein.
Anmeldeschluss:
24. Februar 2012
Lehrgangsleitung:
Stefan Stiletto
Studium der Pädagogik mit Schwerpunkt Medienpädagogik in Trier und Bielefeld. Während des Studiums beschäftigte er sich insbesondere mit dem Thema Filmkompetenz. Anschließend Volontariat bei der Bundeszentrale für politische Bildung, seit 2002 tätig als freier Autor filmpädagogischer Publikationen sowie als Referent.
Studium der Pädagogik mit Schwerpunkt Medienpädagogik in Trier und Bielefeld. Während des Studiums beschäftigte er sich insbesondere mit dem Thema Filmkompetenz. Anschließend Volontariat bei der Bundeszentrale für politische Bildung, seit 2002 tätig als freier Autor filmpädagogischer Publikationen sowie als Referent.

