Milk
Drama, Biopic
Empfohlene Jahrgangsstufen:
ab 9. Klasse | ab 14 Jahren
FSK: ab 12
Empfohlene Fächer: Deutsch | Englisch | Religion/Ethik | Politik | Sozialkunde | Geschichte
Themen: Menschenrechte/ -würde | Individuum und Gesellschaft | Zivilcourage | Toleranz | Biografie | Identität | Homosexualität | Liebe | Freundschaft | Männer | Politik | Rollenbilder | Minderheiten | Rebellion | Politik | Recht und Gerechtigkeit | Religiosität
FSK: ab 12
Empfohlene Fächer: Deutsch | Englisch | Religion/Ethik | Politik | Sozialkunde | Geschichte
Themen: Menschenrechte/ -würde | Individuum und Gesellschaft | Zivilcourage | Toleranz | Biografie | Identität | Homosexualität | Liebe | Freundschaft | Männer | Politik | Rollenbilder | Minderheiten | Rebellion | Politik | Recht und Gerechtigkeit | Religiosität
Laufzeit: 128 Minuten
Inhalt
Das Leben von Harvey Milk , einem US-amerikanischen Bürgerrechtler der Schwulen- und Lesbenbewegung, der als erster bekennender Homosexueller in ein öffentliches Amt in Kalifornien gewählt wurde, ist Vorlage zu diesem Biopic. Die Handlung spielt von 1970 bis 1978. Harvey Milk zieht mit seinem Partner Scott Smith von New York nach San Francisco, wo sie sie im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen eröffnen. Bald wird das Geschäft als Treffpunkt und Nachrichtenbörse zum Mittelpunkt des Viertels, vor allem dank Milk s herzlichen, überschäumenden Temperaments. Es dauert nicht lange bis er seinen Hang zur Politik entdeckt: Milk s Anliegen sind die Interessen der kleinen Leute seines Viertels – und die der schwulen Community. Während dreier Wahlkampagnen für den Stadtrat von San Francisco gewinnt er unzählige Helfer und Freunde dazu. Doch in dieser Zeit zerbricht die Beziehung zu seinem Lebensgefährten. An der Seite seines neuen Partners Jack Lira schafft Milk bei der Wahl 1977 schließlich den Einzug in den Stadtrat. Kaum im Amt, stößt Milk mehrere politische Initiativen an, womit er sich nicht nur Freunde macht. Und einer seiner Gegner, Milk s Stadtrats-Kollege Dan White entpuppt sich schließlich als Todfeind.
Umsetzung
Dem Film gelingt es auf hohem inszenatorischen und schauspielerischen Niveau mit Kraft und Humor, den Menschen, Bürgerrechtler und Politiker Harvey Milk dem Zuschauer näher zu bringen und seinem vorbildhaften Engagement für Menschenrechte auf vorurteilsfreie Weise Tribut zu zollen, ohne in eindimensionaler oder voyeuristischer Weise Helden- verehrung zu betreiben. Gus Van Sant gestaltet die Geschichte in weniger artifizieller Weise als in Vorgängerfilmen wie "Elephant" oder "Paranoid Park". Teile des Films sind Rückblenden, die meisten Erzählstränge werden jedoch linear erzählt. Die Atmosphäre des San Francisco der 70er Jahre wird mit Hilfe von Dokumentar- und Interviewsequenzen sowie sparsam eingesetzter technischer Mittel wie der Verwendung von Jump Cuts, Zeitlupe oder Splitscreens lebendig gemacht und verhilft dadurch in informativer, aber zugleich emotional berührender Form in das Zeitgeschehen und in die Charaktere einzutauchen.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Die Geschichte Harvey Milk s ist ein Musterbeispiel für Zivilcourage bei der Verteidigung von Menschenrechten. Das in Rahmenplänen verankerte Thema Homosexualität ist dabei ein Schwerpunkt des Films; er steht jedoch auch stellvertretend für eine Vielzahl wichtiger Aspekte der Selbstfindung und dem Umgang mit demokratischen Basiserziehungszielen. Die Schüler können hier in empathischer Form die Bedeutung von Akzeptanz sowie von sozialen und politischen Strukturen erfahren und sie mit persönlichen Haltungen und ihrer eigenen gesellschaftlichen Prägung vergleichen und lernen Vorurteile zu hinterfragen und abzubauen. Nicht nur für den Englischunterricht bietet es sich an, den Film in der Originalfassung (mit Untertiteln) zu sehen, da die Synchronfassung teilweise stereotype Klischees eines "homosexuellen Sprachduktus" bedient.
Regie: Gus Van Sant
Land, Jahr: USA 2008
